1.MANNSCHAFT: Noch ein Punkt bis zur Bayernliga [MAIN POST]

Datum: 
Dienstag, 5. April 2011

Volle Konzentration: Sergei Woit sorgte für den siegbringenden Punkt beim Ochsenfurter Erfolg gegen die SpVgg Stetten.

Ochsenfurts Badmintonspieler besiegen punktgleiche SpVgg Stetten 5:3 und stehen vor dem Aufstieg

Auf der Weihnachtsfeier setzte die Wende ein. Die Badminton-Spieler des TV Ochsenfurt erlebten ein paar besinnliche Stunden, und im Nachhinein betrachtet, so scheint es, war die Mannschaft damals gerade noch rechtzeitig zur Besinnung gekommen. Die Ochsenfurter hatten die Hinserie in der Bezirksoberliga auf dem zweiten Tabellenplatz beendet, doch an den Aufstieg in die Bayernliga dachte bis dahin nur der Trainer. „Die Mannschaft hatte als Neuling in der Liga nicht an sich und ihre Stärke geglaubt“, sagt Hans-Karl Öhrlein, seit Mitte der neunziger Jahre Ochsenfurts Trainer und Abteilungsvorstand.

Anschließend gab Öhrlein dem Team auch an den Spieltagen eine Struktur: In der Vorrunde hatte der 52 Jahre alte Höchberger die Mannschaft nur selten angeleitet und die Akteure sich weitgehend selbst überlassen. Öhrlein kümmert sich in Ochsenfurt auch um den Nachwuchs, spielt selbst in der dritten Garde und investiert in der Woche zwanzig Stunden in den Sport, dem er sich erst seit rund zwanzig Jahren widmet. Zuvor hatte er vor allem Squash gespielt.

Seit Beginn des Jahres hatte für Öhrlein die erste Mannschaft Priorität. Der Erfolg setzte sich in der Rückrunde fort, und an der Tabellenspitze formierten sich zwei Vereine: Lediglich die SpVgg Stetten konnte mit den Ochsenfurtern Schritt halten. Am vorletzten von vierzehn Spieltagen trafen beide nun punktgleich aufeinander, nachdem im Hinspiel ein 4:4-Unentschieden entstanden war. Diesmal in eigener Halle setzte sich Ochsenfurt mit 5:3 durch, tauschte den ersten Rang mit den Gästen und sicherte sich damit quasi die Meisterschaft. Denn zum Saisonabschluss am kommenden Sonntag tritt der TVO gegen Schlusslicht BC Bad Königshofen III an (Hinspiel 7:1).

„Ausschlaggebend war“, sagte Öhrlein, „dass die gesamte Mannschaft gleichwertig stark besetzt ist.“ Fabian Schäfer etwa verlor in der ganzen Saison nur ein Einzel, genauso wie das zweite Herrendoppel, und Sergei Woit, Ochsenfurts Spitzenspieler, gewann vor allem die wichtigen Partien. Er war es, der gegen den Stettener Felix Polidori den fünften Punkt vor dem abschließenden Mixed errang.

„Wir glauben nicht mehr daran, nochmals mit Ochsenfurt gleichzuziehen“, sagte Polidori, dessen Team am letzten Spieltag nach Großostheim muss. In der Rückrunde konnte Stetten nur eine Begegnung in eigener Halle bestreiten. „Wegen Fasching ist unsere Halle immer vier Wochen nicht verfügbar“, erklärte Polidori. „In der Hinrunde schneiden wir daher meistens besser ab. Zuhause ist die Decke nicht so hoch. Das ist unser Vorteil.“ Stettens Ziel vor der Saison war ein Platz im Mittelfeld. Dank der Neuzugänge Jan Weber und Rüdiger Bertermann von der TG Heidingsfeld gelang früh der Sprung an die Spitze. Die Bedingungen für Ochsenfurt waren zuletzt auch nicht optimal. Während der einjährigen Sanierung der Dreifachturnhalle wurden die Spiele in der TVO-Halle absolviert. Für das Training musste die Mannschaft mitunter nach Würzburg, Uffenheim, Veitshöchheim, Rottendorf und Marktbreit ausweichen.

Noch befinden sich die Ochsenfurter in der neugestalteten Halle in einem Gewöhnungsprozess. „Die Spieler haben anfangs sehr gejammert“, sagt Hans-Karl Öhrlein. „Die Wände sind zu hell für Badminton, die Bälle damit schwer zu sehen. Doch der Boden gefällt mir umso besser, weil er nicht rutschig ist und die Gelenke schont.“ Am Sonntagmorgen gegen Stetten kamen fünfzig Zuschauer – weit mehr als sonst üblich. Für Ochsenfurts Badminton-Abteilung neigt sich eine überaus erfolgreiche Spielrunde dem Ende entgegen: Auch die zweite Mannschaft und das U19-Team stehen bereits als Meister fest.

Spiel in Kürze:

TV Ochsenfurt – SpVgg Stetten 5:3 (11:6 Sätze)

Lars Nähle/Philipp Kraft – Felix Polidori/Fabian Weth 18:21, 21:18, 15:21; Fabian Schäfer/Sergei Woit – Hubert Bauer/Jan Weber 21:16, 21:13; Hanna Faist/Julia Pötter – Monika Riedmann/Jessica Schneider 21:13, 21:15; Sergei Woit – Felix Polidori 21:16, 21:16; Philipp Kraft – Fabian Weth 19:21, 14:21; Natalia Woit – Jessica Schneider 21:9, 21:12; Fabian Schäfer – Jan Weber 21:17, 21:17; Lars Nähle/Natalia Woit – Hubert Bauer/Monika Riedmann 18:21, 19:21.

Vom MAIN POST Mitarbeiter Michael Kämmerer

 

Internet:

www.mainpost.de/sport/Kitzingen-Noch-ein-Punkt-bis-zur-Bayernliga;art787...
www.alleturniere.de/sport/teammatch.aspx?id=5A1B9F3E-5B23-4111-9B69-3D6F...